Pädagogische Grundprinzipien der Sophie-Opel-Schule

Die neue Schule setzt moderne und zukunftsweisende Bildungs- und Unterrichtskonzepte um. Sie legt einen Schwerpunkt auf den Bereich der Berufs- und Studienorientierung.

Geänderte gesellschaftliche Bedingungen stellen auch neue Anforderungen an die schulische Bildung. Damit die Schülerinnen und Schüler gut auf die Anforderungen des künftigen Berufs- und Arbeitslebens vorbereitet sind, müssen sie Fähigkeiten für ein „Lebenslanges Lernen“ vermittelt bekommen. Bei der immer kürzer werdenden Halbwertzeit von Wissen müssen Schülerinnen und Schüler lernen, sich Wissen eigenständig anzueignen. Sie müssen das „Lernen lernen“. Das Lernkonzept der Sophie-Opel-Schule hat deshalb das selbstorganisierte Lernen als einen Kernpunkt im pädagogischen Programm aufgenommen.
Die Schülerinnen und Schüler sollen zu selbstbestimmten, mündigen Bürgern erzogen werden.

Längeres gemeinsames Lernen

Die Jahrgänge 5 und 6 werden in der neuen Schule bildungsgangübergreifend unterrichtet. Alle Bildungsgänge sind in einer Klasse zusammengefasst. 

Das bedeutet, erst in Klasse 7 muss die Entscheidung getroffen werden, welcher Schulabschluss erreicht werden soll. So wird ein längeres gemeinsames Lernen gewährleistet. Schülerinnen und Schüler, deren Eltern und Lehrer können zwei Jahre länger beobachten und überlegen, wo die individuellen Fähigkeiten und Begabungen liegen und wie der weitere Bildungsweg zu gestalten ist. Danach wird nach ausgiebiger Beratung der Eltern und Schülerinnen und Schüler ganz konkret auf die jeweils angestrebten Abschlüsse hingearbeitet.

Durchlässigkeit gewährleistet

Die neue Kooperative Gesamtschule gewährleistet eine größtmögliche Durchlässigkeit. Alle Bildungsgänge sind in einer Schule vereint. Die einzelnen Schulzweige sind pädagogisch und organisatorisch verbunden und aufeinander bezogen. Das bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler in eine andere Schulzweig wechseln können, wenn sich ihr Leistungsstand verändert. Die individuellen Talente werden entsprechend gefördert. Alle Schülerinnen und Schüler haben an der Sophie-Opel-Schule die Chance den für sie besten Schulabschluss und einen reibungslosen Übergang in die gymnasiale Oberstufe mit anschließendem Studium oder die duale Berufsausbildung zu schaffen.

Jahrgangsprinzip schafft überschaubare Einheiten

Das Konzept der Schule sieht die Organisation des Unterrichtes in so genannten „Jahrgangsteams“ vor. Das bedeutet, dass die Lehrkräfte aller Schulformen jeweils bezogen auf die einzelnen Jahrgänge eng zusammen arbeiten und ihren Lehrstoff abstimmen.
Jeder Jahrgang bleibt für die Schulzeit zusammen und wird jeweils von einem Team von Lehrkräften begleitet. Alle Klassen haben eine gemeinsame Tages- und Wochenstruktur und sind räumlich möglichst in einem zusammenhängenden Bereich untergebracht. So ist die Schule in kleine überschaubare Einheiten aufgeteilt.

Mentoren begleiten die Schülerinnen und Schüler durch die Schulzeit

Jeder Schülerin und jedem Schüler sind jeweils Lehrkräfte (so genannte Mentoren) zugeordnet, die sie durch die Schulzeit beratend und unterstützend begleiten.
Die Mentoren können durch die besondere Nähe zu den Schülerinnen und Schülern die Entwicklungen im Lernprozess besonders gut beobachten und dadurch passgenaue Unterstützungsprogramme für die Förderung der Begabungen und Kompetenzen entwickeln.
Die Mentoren begleiten die Schülerinnen und Schüler auch beim Übergang in eine weiterführende Schule oder in Ausbildung und Beruf.

Schwerpunkt Berufs- und Studienorientierung

Absolute Priorität hat die Ausbildung zur späteren Berufs- oder Studierfähigkeit der Schülerinnen und Schüler im Programm der Schule. Alle hierfür benötigten Basisqualifikationen und Kompetenzen werden in der Schule vermittelt.
Die Schule legt deshalb sehr großen Wert auf eine enge Kooperation mit den Partnern der anschließenden Institutionen. Das Oberstufengymnasium, die Beruflichen Schulen, die Hochschule und die Adam-Opel-AG als größter Arbeitgeber in der Region sind wichtige Bündnispartner bei der Gestaltung der entsprechenden Übergänge.
Bereits ab Klasse 5 soll das Thema Berufswegorientierung behandelt werden. Der Übergang von der Schule in den Beruf bzw. in die gymnasiale Oberstufe soll reibungslos und erfolgreich geschehen.

Die neue Schule soll eine echte Ganztagsschule werden

Neben der Berufs- und Studienorientierung ist das soziale Lernen an der Sophie-Opel-Schule ein wichtiger Baustein.
Das ganztägige Angebot spielt neben der Ermöglichung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch für das soziale Lernen eine große Rolle.
Die Schule wird schrittweise einen ganztägigen Unterricht an allen Tagen der Woche anbieten. Der erweiterte Zeitrahmen bietet Möglichkeiten für eine völlig neue Unterrichts- und Arbeitsgestaltung insbesondere auch für Förder- und Neigungsangebote. Die Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen ist Voraussetzung für ein gutes Gelingen des Ganztagsprogramms.